Privatjet nach Paris: Business Jet auf dem Vorfeld eines Business-Aviation-Flughafens
Flughäfen · Paris

Privatjet nach Paris: was in Le Bourget tatsächlich erlaubt ist

Paris hat einen eigenen Flughafen für die Business Aviation. Ein Privatjet nach Paris bedeutet fast immer Le Bourget. Was in den meisten Beschreibungen dieses Flughafens fehlt, ist die Regel, die über mehr Flüge entscheidet als die Piste: eine Größenbeschränkung für Flugzeuge, die im französischen Recht steht. JETAURA arbeitet als Charter-Broker. Diese Grenze gehört deshalb zu den ersten Punkten, die wir gegen Ihre Passagierzahl prüfen.

Privatjets können je nach Flugzeugtyp eine große Auswahl an Flughäfen nutzen, darunter auch kleinere Airports, die von klassischen Linienflugzeugen nicht regelmäßig angeflogen werden. Rund um Paris ist die Auswahl enger, als sie aussieht. Der Grund dafür hat mit Kapazität nichts zu tun.

Nennen Sie uns Ziel, Reisedatum und Passagierzahl. Unser Aviation Team prüft, was dazu passt. Ihre Anfrage ist unverbindlich.

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Le Bourget in Zahlen

Pisten03/21: 2.395 m · 07/25: 2.991 m · 09/27: 1.847 m
Verfügbare Landestrecke (LDA)2.130 m (03 und 21) · 2.602 m (07) · 2.049 m (25)
BetriebszeitenFlughafen, Flugverkehrsdienste und Zoll H24, also rund um die Uhr
SlotsIATA Level 1, keine Slotkoordination
Vorherige GenehmigungPPR nur für VFR, 48 Werktagsstunden vorher. IFR braucht kein PPR
Spannweiteab 65 m nicht angenommen
Handlingzwingend, über einen zugelassenen Agenten
Entfernung6,5 NM nordnordöstlich von Paris

Die Pisten- und Entfernungsangaben stammen aus dem AIP France, dem Luftfahrthandbuch, das die SIA im Auftrag der französischen Luftfahrtbehörde DGAC herausgibt, AIRAC-Zyklus 6. August 2026. Die Betriebsregeln beruhen auf französischen Ministerialerlassen. Sie sind am Ende dieser Seite verlinkt.

Die Regel, die mehr entscheidet als die Piste

Le Bourget nimmt nicht jedes Flugzeug auf. Das entscheidet eine Rechtsnorm, keine bauliche Grenze. Der Arrêté vom 31. Mai 2016 verteilt den Verkehr auf die drei Pariser Flughäfen. Artikel 3 weist Le Bourget die nicht regelmäßigen Luftverkehrsdienste zu, die mit Luftfahrzeugen von höchstens 25 Sitzen durchgeführt werden und deren Sitze nicht einzeln an die Öffentlichkeit verkauft werden, weder unmittelbar durch das Luftfahrtunternehmen noch mittelbar. Das beschreibt den Vollcharter: Ein Auftraggeber nimmt das ganze Flugzeug.

Der regelmäßige Verkehr und Dienste mit Einzelplatzverkauf gehören nach Orly und Charles de Gaulle. Für Luftfahrzeuge mit mehr als 25 Sitzen sieht derselbe Erlass eine ministerielle Ausnahmegenehmigung vor.

Für Gruppenreisen ist das der entscheidende Punkt. Ein Großraumflugzeug mit einer Bestuhlung über 25 Sitzen scheitert in Le Bourget nicht an der Pistenlänge. Es hängt davon ab, ob eine Ausnahmegenehmigung vorliegt. Welche Regeln für einen konkreten Flug gelten, klärt das ausführende Luftfahrtunternehmen in der Flugvorbereitung. Dort gehört die Frage hin.

Die Piste, die überall auf 3.000 Meter aufgerundet wird

Le Bourget wird üblicherweise mit einer 3.000-Meter-Piste beschrieben. Das AIP nennt für die Piste 07/25 2.991 Meter, das kommt hin. Die Zahl, die Ihre Landung bestimmt, ist eine andere.

Die verfügbare Landestrecke auf der Piste 25 beträgt 2.049 Meter. Das sind 951 Meter weniger als die kursierende Zahl. In der Gegenrichtung bietet die Piste 07 2.602 Meter. Für die meisten Business Jets ist beides unproblematisch. Bei einem schweren Flugzeug, das mit hohem Landegewicht und bei schlechten Bedingungen ankommt, ist der Unterschied zwischen 2.991 und 2.049 die ganze Frage.

Eine zweite Zahl geht falsch durch den Markt. Für die Piste 03/21 stehen verbreitet 2.665 Meter. Das AIP sagt 2.395 Meter. Die kursierende Angabe entspricht fast genau der verfügbaren Beschleunigungs-Stopp-Strecke der Piste 03, im Luftfahrthandbuch ASDA: 2.664 Meter. Warum die beiden Werte so dicht beieinanderliegen, ist nicht dokumentiert. Veröffentlicht als Pistenlänge sind 2.395 Meter.

Nachts darf ein Jet landen, aber nicht abfliegen

Le Bourget ist rund um die Uhr in Betrieb, Flugverkehrsdienste und Zoll stehen zu jeder Stunde bereit. Die pauschale Beschränkung trifft die Abflüge, und bei Jets gilt sie unabhängig von der Lärmzulassung. Der Erlass kennt enge Ausnahmen; eine kommerzielle ist nicht darunter.

Der Arrêté vom 15. Februar 2011 formuliert es unmissverständlich: „Aucun aéronef équipé de turboréacteurs ne peut quitter le point de stationnement, en vue d'un décollage, entre 2215 et 0600, heures locales.“ Kein Luftfahrzeug mit Turbojet-Triebwerken darf zwischen 22:15 und 06:00 Ortszeit seine Parkposition verlassen, um zu starten. Maßgeblich ist damit nicht der Startlauf, sondern das Verlassen der Position.

Bei Ankünften gilt etwas anderes. Das Landeverbot zwischen 23:30 und 06:15 betrifft Flugzeuge, die ICAO Chapter 3, 4 oder 14 nicht erfüllen. Ein moderner Business Jet darf deshalb nachts landen, auch wenn er vor sechs Uhr nicht wieder starten könnte. Die Einhaltung überwacht ACNUSA, die französische Behörde für Fluglärm an Flughäfen. Das AIP nennt als Bußgeld bis zu 40.000 Euro für eine juristische Person.

Sieht Ihr Reiseplan einen späten Abflug aus Paris vor, ist das die Beschränkung, die ihn formt. Wir sprechen sie an, bevor ein Angebot herausgeht, nicht danach.

Die kleineren Pariser Flugplätze, und was sie ausschließt

Zwei weitere Flugplätze bedienen den Raum Paris. Beide tragen eine Beschränkung, die die meisten internationalen Anfragen erledigt, bevor über Pistenlängen gesprochen wird.

In Toussus-le-Noble sind Flüge außerhalb des Schengen-Raums verboten. In Pontoise-Cormeilles sind Flüge außerhalb des Schengen-Raums und der Europäischen Union verboten; das AIP nennt das Vereinigte Königreich, Irland und Zypern ausdrücklich. Ein Flug von London nach Paris kann keinen der beiden nutzen.

Pontoise hat eine zweite Besonderheit, die man kennen sollte. Eine Straße im Abflugsektor kürzt die deklarierten Strecken: Die Piste misst 1.689 Meter, die verfügbare Startlaufstrecke der Piste 04, im Luftfahrthandbuch TORA, liegt bei 1.518 Metern.

Für die meisten Anfragen bleibt damit Le Bourget. Auch deshalb fertigt der Flughafen das Volumen ab, das er abfertigt.

Welche Flugzeugklassen hier funktionieren

JETAURA beschreibt vier Flugzeugklassen. In Le Bourget greift die Sitzgrenze früher als die Piste. Der praktische Hinweis wiegt hier deshalb schwerer als die Klasse selbst.

KlasseGeeignet fürPraktischer Hinweis für Le Bourget
Light Jetsideal für kürzere Strecken und kleinere Gruppenkeine Einschränkung durch Piste oder Sitzzahl
Midsize Jetsmehr Platz und Reichweite für längere Reisenunproblematisch; die Landestrecke auf der Piste 25 ist bei hohem Gewicht zu prüfen
Heavy Jetsbesonders viel Platz und Komfort für größere Gruppen und längere Streckendie 2.049 m LDA auf der Piste 25 werden relevant; die Bestuhlung muss innerhalb von 25 Sitzen bleiben
Ultra Long Range Jetsausgelegt für besonders lange internationale VerbindungenLandestrecke auf der Piste 25 bei hohem Gewicht prüfen; eine Kabine mit mehr als 25 Sitzen braucht eine ministerielle Ausnahmegenehmigung

Die Einordnung folgt den veröffentlichten Pistendaten und der Verteilungsverordnung. Sie ist keine Zusage für ein bestimmtes Flugzeug. Was tatsächlich geht, hängt vom Start- und Landegewicht, vom Wetter, vom Zustand der Piste und von den Verfahren des jeweiligen Operators ab. Über die Sitzfrage entscheidet die tatsächliche Bestuhlung des Flugzeugs.

Stehen Ihre Reisedaten schon fest, schicken Sie sie uns mit Ziel und Passagierzahl. Unser Aviation Team meldet sich mit passenden Optionen und einem individuellen Angebot.

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Was den Preis für einen Privatjet nach Paris beeinflusst

Es gibt keinen pauschalen Preis für einen Privatjet. Ein Angebot hängt unter anderem ab von der Flugdistanz, dem Flugzeugtyp, der Passagierzahl, dem Reisedatum, der Verfügbarkeit, der Positionierung des Flugzeugs, den Flughafengebühren und gewünschten Zusatzleistungen.

Ein Umstand wirkt in Paris besonders stark. Das nächtliche Startverbot bedeutet, dass ein Flugzeug, das spät ankommt, vor sechs Uhr nicht wieder abfliegen kann. Es belegt also über Nacht eine Abstellposition, und das prägt, was der Operator anbieten kann.

Deshalb erhalten Sie von uns kein pauschales „ab“-Versprechen, sondern ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Angebot. Über die relevanten Kosten informieren wir Sie vor der Buchung. Unsere Vermittlung von Privatjet-Charterflügen funktioniert für jede Strecke nach demselben Prinzip.

So läuft eine Anfrage

Sie senden uns Ihre Reisedaten, wir prüfen verfügbare Flugzeuge, Sie erhalten passende Optionen und ein individuelles Angebot, und nach Ihrer Bestätigung koordinieren wir die weiteren Schritte mit dem zuständigen Operator. Durchgeführt wird der Flug vom jeweiligen Luftfahrtoperator; JETAURA vermittelt ihn.

Wie lange vor Abflug Sie am Flughafen sein müssen, hängt vom jeweiligen Flughafen, Terminal und Operator ab. Das klären wir mit Ihrer Buchung. Eine Zahl versprechen wir hier nicht.

Ihre Anfrage ist unverbindlich. Eine verbindliche Buchung entsteht erst nach Ihrer ausdrücklichen Bestätigung. Sind Ihre Reisedaten flexibel, können Empty-Leg-Flüge interessant sein; sie folgen allerdings einem bestehenden Einsatzplan des Operators und lassen bei Strecke und Abflugzeit weniger Spielraum.

Häufige Fragen zu Paris

Welchen Flughafen nutzen Privatjets in Paris?

Le Bourget, nordnordöstlich der Stadt. Eine französische Verteilungsverordnung weist ihm die nicht regelmäßigen Luftverkehrsdienste mit Luftfahrzeugen von höchstens 25 Sitzen zu, deren Sitze nicht einzeln verkauft werden. Orly und Charles de Gaulle nehmen den regelmäßigen Verkehr und Dienste mit Einzelplatzverkauf auf.

Darf ein Privatjet nachts aus Le Bourget starten?

Nein, wenn es ein Jet ist. Nach dem französischen Erlass vom 15. Februar 2011 darf kein Luftfahrzeug mit Turbojet-Triebwerken zwischen 22:15 und 06:00 Ortszeit seine Parkposition verlassen, um zu starten. Für Ankünfte gilt eine eigene Regel: Moderne Flugzeuge nach ICAO Chapter 3, 4 oder 14 dürfen nachts landen.

Wie lang ist die Piste in Paris Le Bourget?

Die Hauptpiste 07/25 misst 2.991 Meter, verbreitet auf 3.000 aufgerundet. Die verfügbare Landestrecke ist kürzer: 2.602 Meter auf der Piste 07 und 2.049 Meter auf der Piste 25. Die zweite Piste 03/21 misst 2.395 Meter, nicht die vielfach genannten 2.665 Meter.

Gibt es in Le Bourget eine Größenbeschränkung für Privatjets?

Ja, zwei. Flugzeuge mit einer Spannweite von 65 Metern und mehr werden nicht angenommen. Und die Verteilungsverordnung vom 31. Mai 2016 weist Le Bourget Luftfahrzeuge mit höchstens 25 Sitzen zu; darüber ist eine ministerielle Ausnahmegenehmigung nötig.

Kann ich mit einem Privatjet von London nach Paris fliegen?

Ja, nach Le Bourget, vorbehaltlich der Flugvorbereitung durch das ausführende Luftfahrtunternehmen. Die beiden kleineren Pariser Flugplätze kommen für diese Strecke nicht in Frage: Toussus-le-Noble verbietet Flüge außerhalb des Schengen-Raums, Pontoise verbietet Flüge außerhalb von Schengen und EU und nennt das Vereinigte Königreich ausdrücklich.

Allgemeine Fragen zu Buchung, Flugzeugen und Service an Bord beantworten wir in unseren häufigen Fragen. Weitere Ziele stehen in unseren Flughafen-Übersichten.

Nennen Sie uns Ihre Strecke

Paris ist unkompliziert, sobald die Sitzzahl geklärt ist. Senden Sie uns Abflugort, Ziel, Reisedatum und Passagierzahl. Unser Aviation Team prüft, welches Flugzeug passt und was die Nachtbeschränkung für Ihren Zeitplan bedeutet.

Ihre Anfrage ist unverbindlich. Eine Buchung entsteht erst nach Ihrer ausdrücklichen Bestätigung. Sind Ihre Reisedaten flexibel, schreiben Sie das dazu.

Bereit für Ihre nächste Reise?

Senden Sie uns Ihre Strecke. Unser Aviation Team meldet sich mit passenden Optionen und einem individuellen Angebot. Oder schreiben Sie an charter@flyjetaura.com.

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Quellen